Vegansky in Dortmund: Smoothies und vegane Burger

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Etwas unscheinbar am stark befahrenen Wall in der Dortmunder Innenstadt liegt es, das erst im Dezember 2014 eröffnete Bistro Vegansky. Eingerichtet ist es schlicht und modern. Braunes Mobiliar, daneben dominieren die Farben Grün und Weiß. Als ich den Laden betrete, strahlt mich Betreiberin Grazyna Znider so herzlich an, dass ich mich sofort willkommen fühle.

Die Speisekarte ist überschaubar. Das ist meiner Meinung nach ein gutes Zeichen, denn in der Regel bedeutet es, dass hier nur frische Lebensmittel verarbeitet werden. Und nicht nur das, der Familienbetrieb garantiert sogar Bioqualität.

Zur Auswahl stehen zwei Burger, ein veganer Döner, eine Backkartoffel und Salat. Das Vegansky scheint sich auf Säfte und Smoothies konzentrieren zu wollen, von denen es eine größere Auswahl gibt und die auf Wunsch mit Superfood angereichert werden können.

Da ich einen unfassbaren Hunger auf Burger verspüre, entscheide ich mich für den Vegansky-Burger. Dieser besteht aus einem Quinoa-Bratling, Avocadocreme, Rucola (damit kriegt man mich immer), Gurke, Tomate, roten Zwiebeln, Sprossen, Erdbeer-Chili-Ketchup, Mayo im Vollkorn-Sesambrötchen. Die Wartezeit ist angenehm kurz, und serviert wird der Burger – passend zur Einrichtung – auf einem Holztablett. Himmel, ist dieser Burger lecker! Frisch und gut gewürzt mit fruchtig-pikanter Note.

Obwohl ich beim Studieren der Speisekarte Pommes vermisse, die für mich normalerweise zum Burger gehören wie Jürgen Klopp zum BVB, fehlen sie mir nach dem Essen nicht mehr. Ich bin pappsatt! Deswegen kann ich auch keinen Nachtisch oder Smoothie mehr probieren. Für meinen nächsten Dortmund-Besuch stehen diese Dinge aber weit oben auf der Futter-To-Do-Liste.

Vegansky - Döner und Burger

Quelle: Vegansky bei Facebook

Vegansky - Säfte und Smoothies

Quelle: Vegansky bei Facebook

Hoher Wall 30
44137 Dortmund
Tel.: 0152 – 3501908
U-Bahn: Westentor
Vegansky bei Facebook

Quo vadis, Blog? Back to the roots!

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Wirklich lange habe ich hin- und herüberlegt, wohin die Reise mit diesem Blog gehen soll. Als ich ihn startete, wollte ich mir thematisch keine Grenzen setzen und über Dinge schreiben, die mich interessieren bzw. Teil meines Lebens sind.

Allerdings habe ich mich dann recht schnell von einem Ratschlag erfolgreicher Blogger verunsichern lassen: „Finde deine Nische und blogge über ein Thema, maximal zwei.“ Zielgruppenorientiertes Schreiben halt. Infolgedessen beschloss ich, primär über Samba zu schreiben, nebenbei noch über Reisen.

Kinners, ich muss gestehen, dass es mich nicht wirklich glücklich gemacht hat, mir selbst thematisch Grenzen zu setzen. Es kommen immer mal wieder Phasen im Leben, in denen andere Dinge Priorität haben, und dadurch sowohl Sambaproben -und events als auch Durch-die-Welt-Tingeleien auf der Strecke bleiben. Mit einem Vollzeitjob und zwei Fernstudiengängen stehen Freizeitaktivitäten halt immer mal wieder hinten an.

Aus diesem Grund werde ich mich ab sofort jeglicher thematischer Restriktionen entbinden und den Blog wieder so aufziehen wie er ursprünglich geplant war. Die Kernthemen sind Samba, Reisen, Fotografie, Sport und vegane / vegetarische Food Spots.

10. Brasilianisches Filmfestival in Köln

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Seit Ende Januar tourt das 10. Brasilianische Filmfestival Cinebrasil (10° Mostra Cinema Brasileiro) durch Deutschland und kommt Anfang März auch für vier Tage nach Köln. Organisiert wird das Festival von der Berliner Produktionsfirma Cinema Negro, die das afro-brasilianische Kino in Deutschland bekannter machen möchte.

Auf europäisch-brasilianische Co-Produktionen wird bewusst verzichtet. Gezeigt werden aussschließlich Filme von brasilianischen Regisseuren. Authentizität ist somit garantiert.

Das Filmprogramm in Köln
Filmclub 813, Hahnenstraße 6, 50667 Köln

04.03.2015, 20 Uhr – Cidade de Deus – 10 Anos Depois – City of God – 10 Jahre später (OmU)
05.03.2015, 20 Uhr – Colegas – Freunde (OmU)
06.03.2015, 20 Uhr – Amor, Plástico e Barulho – Liebe, Plastik und Geräusche (OmU)
07.03.2015, 20 Uhr – Um Filme de Dança – Ein Tanzfilm (OmU)
08.03.2015, 20 Uhr – O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)

Weitere Stationen sind Frankfurt, Berlin und Hamburg. Gezeigt werden folgende Filme:

Frankfurt
Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a, 65929 Frankfurt
12.03.2015, 18.30 Uhr Hoje eu quero voltar sozinho – Heute gehe ich allein nach Hause (OmU)
12.03.2015, 20.30 Uhr O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)
13.03.2015, 18.30 Uhr O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)
13.03.2015, 20.30 Uhr Os pobres Diabos – Die armen Teufel (OmU)
14.03.2015, 18.30 Uhr Das Salz der Erde (OmU)
14.03.2015, 20.30 Uhr Amor, Plástico e Barulho – Liebe Plastik und Geräusche (OmU)
15.03.2015, 18.30 Uhr Cidade de Deus – 10 Anos Depois – City of God – 10 Jahre später (OmU)
15.03.2015, 20.30 Uhr Hoje eu quero voltar sozinho – Heute gehe ich allein nach Hause (OmU)
16.03.2015, 18.30 Uhr Amor , Plástico e Barulho – Liebe, Plastik und Geräusche (OmU)
16.03.2015, 20.30 Uhr Colegas – Freunde (OmU)
17.03.2015, 18.30 Uhr Um Filme de Dança – Ein Tanzfilm (OmU)
17.03.2015, 20.30 Uhr Hoje eu quero voltar sozinho –Heute gehe ich allein nach Hause (OmU)
18.03.2015, 20.45 Uhr Das Salz der Erde (OmU)

Berlin
Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
13.03.2015, 20 Uhr O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)
14.03.2015, 20 Uhr Konzert Nêga Lucas & Band
15.03.2015, 16 Uhr Um filme de Dança – Ein Tanzfilm (OmU)
15.03.2015, 18 Uhr Cidade de Deus – 10 Anos Depois – City of God – 10 Jahre später (OmU)
15.03.2015, 20 Uhr Os pobres Diabos – Die armen Teufel (OmU)
16.03.2015, 18 Uhr Colegas – Freunde (OmU)
16.03.2015, 20 Uhr Amor , Plástico e Barulho – Liebe, Plastik und Geräusche (OmU)
16.03.2015, 22 Uhr Um Filme de Dança – Ein Tanzfilm (OmU)
17.03.2015, 20 Uhr O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)
17.03.2015, 22 Uhr Os pobres Diabos – Die armen Teufel (OmU)
18.03.2015, 20 Uhr Amor , Plástico e Barulho – Liebe, Plastik und Geräusche (OmU)
18.03.2015, 22 Uhr Cidade de Deus – 10 Anos Depois – City of God – 10 Jahre später (OmU)

Hamburg
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg
21.03.2015, 19 Uhr O Senhor do Labirinto – Der Herr des Labyrinths (OmU)
22.03.2015, 21:15 Uhr Amor , Plástico e Barulho – Liebe, Plastik und Geräusche (OmU)
23.03.2015, 19 Uhr Colegas – Freunde (OmU)
24.03.2015, 19 Uhr Um Filme de Dança – Ein Tanzfilm (OmU)
25.03.2015, 19 Uhr Os pobres Diabos – Die armen Teufel (OmU)
26.03.2015, 17 Uhr Cidade de Deus – 10 Anos Depois – City of God – 10 Jahre später (OmU)

Samba im Ruhrpott: Percussion-Workshop mit Mestre Memeu

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Es mutet historisch an: Mestre Memeu Nunes, Cheftrommler von Olodum aus Salvador da Bahia, kommt erstmals ins Ruhrgebiet, um einen Workshop abzuhalten.

Mit Fug und Recht kann man konstatieren, dass Olodum wohl die bekannteste brasilianische Percussion-Band der Welt sind, was sicherlich auch der Zusammenarbeit mit Paul Simon („The obvious Child„) und Michael Jackson („They don’t care about us„) geschuldet ist.

Seit seinem 15. Lebensjahr ist Memeu Nunes Teil von Olodum und avancierte im Laufe der Jahre zum Cheftrommler und musikalischen Leiter.

Pelodum holen ihn am 22. November nach Essen. Wer Spaß an Samba-Reggae hat, sollte sich schnellstmöglich anmelden!

Mestre Memeu Nunes Workshop Essen

Dieser verdammte Samba!

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Heute bin ich im Netz auf den wunderbaren Kurzfilm O Danado do Samba! (That damn Samba!) gestoßen, der versucht, die Seele des Samba in Rio de Janeiro zu ergründen. Cariocas berichten darüber, welche Bedeutung der Samba in ihrem Leben einnimmt und welche soziale Funktion die Sambaschulen in der Gesellschaft übernehmen. Viel Spaß beim Schauen!

O DANADO DO SAMBA – That Damn Samba from Bosh on Vimeo.

Samba im Regen: Alegria Axé bei der Extraschicht

500 Events an mehr als 50 Spielorten im Ruhrgebiet – und Alegria Axé mittendrin! Wir hatten das Vergnügen, dieses Jahr im Rahmen der ExtraSchicht – Nacht der Industriekultur am Gasometer in Oberhausen spielen zu dürfen.

Ein wenig sommerlicher hätte es gern sein dürfen an diesem Samstag, aber stattdessen zeigte sich das Wetter von seiner trüben und unangenehm nassen Seite.

Den Besucher der ExtraSchicht schien das zum Glück nicht zu stören. In großen Scharen strömte er u.a. zum Gasometer in Oberhausen und wartete geduldig in der Schlange vor der Tür des Industriedenkmals.

Wir Alegrias verkürzten den Wartenden die Zeit mit reichlich Samba und sonnigen Grooves, wurden während unseres ersten Sets von einem Fernsehteam gefilmt und posierten anschließend für einen Fotografen. Unser Publikum zeigte sich sichtlich begeistert. Im Großraum Köln sind Sambagruppen ja nun weiß Gott kein Novum mehr, aber das Ruhrgebiet schien uns noch nicht so sehr an exotische Rhythmen gewöhnt. Umso mehr Spaß hat es uns gemacht!

Da zeitgleich meine Seleção ihr WM-Achtelfinale gegen Chile bestritt, war ich allerdings die ganze Zeit sehr angespannt, zumal sich nirgendwo ein Fernsehgerät finden ließ. Ich konnte die Partie also nur über Googles WM-Ticker auf dem Handy verfolgen, was ich auch in jeder freien Minute tat. Als es jedoch ans Elfmeterschießen ging, wurde mir richtig flau im Magen, und gemeinsam mit meinem fußballaffinen Mitsambista Thilo verfolgte ich zitternd den Krimi am Bierstand.

Der Samba-Bus rollt nach Paris: Ara Mação auf der Fête de la Musique

Am frühen Morgen der Sommersonnenwende machten wir Kölner Samba-Chaoten von Ara Mação uns auf den Weg zur Fête de la Musique nach Paris. Mit einem eigens für dieses Event gecharterten Bus brachen wir auf, um die Fête mit brasilianischen Grooves gepaart mit kölschem Frohsinn zu bereichern.

In Paris war ich bereits einige Male. Die Stadt ist perfekt, um sich von ihrem Flair treiben zu lassen. Um einfach ohne Ziel und ohne Sightseeing-to-do-Liste durch die Straßen zu schlendern. Um einfach im Straßencafé zu sitzen und die vorbeilaufenden Menschen zu beobachten. Diesmal sollte sich der Aufenthalt produktiver gestalten.

Mit kleinen und müden Äuglein (Danke, liebe WM!) trafen wir uns um 5:30 Uhr vor dem Extratour-Headquarter in Köln-Ehrenfeld. Wir hatten somit Zeit genug, um in Ruhe Instrumente und Gepäck zu verstauen. Bis alle eingetrudelt waren, sollte eh noch einmal eine gute Viertelstunde vergehen. Kennt man ja.

Pünktlich um 6 Uhr rollte der Sambabus los. Nach einem Zwischenstopp in Frechen, wo noch ein paar unserer Sambistas zustiegen, ging es auf direktem Wege nach Paris.

Die Fête de la Musique fällt jedes Jahr auf den kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni. Dieses Jahr war es ein Samstag, und daher hatte sich dieser kleine Wochenendtrip einfach angeboten.

Ins Leben gerufen wurde die Fête 1982 vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang als Tag der musikalischen Vielfalt. Mittlerweile wird sie weltweit in über 500 Städten gefeiert.

Im Rahmen der Fête sollen Amateurmusiker die Möglichkeit bekommen, sich zu präsentieren. Genreübergreifend finden in unzähligen Bars und Cafés von Paris Gratiskonzerte statt. In den Straßen und auf den Plätzen spielen Bands und Straßenmusiker. Die Menschen tanzen, singen und begrüßen ausgelassen den Sommer.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Hotel Pax im Goutte-d’Or-Viertel im 18. Arrondissement. Eine Unterkunft mit zwei Sternen. Nichts Luxuriöses, aber sauber und somit völlig in Ordnung.

Eine knappe halbe Stunde blieb zum Frischmachen, dann stiefelten wir schon zum Supermarkt um die Ecke auf dem Boulevard Barbès, um uns mit ein paar Lebensmitteln zu versorgen. Mit unserer Ausbeute kraxelten wir bei hochsommerlichen Temperaturen die schier endlose Treppe hoch zur Sacré-Cœur-Basilika. Die Raucher fluchten und japsten zum Amüsement der Nicht- und Exraucher. Auf einer Rasenfläche des Montmartre breiteten wir unser Picknick aus, speisten fürstlich und genossen den Blick auf die Stadt.

Am frühen Abend warfen wir uns in unsere türkis-weiße Sambaschale und bahnten uns mit unseren Instrumenten geduldig einen Weg durch die Menschenmassen in RichtungMontmartre. Auf einem kleinen Platz vor dem Théâtre de Paris an der Rue Blanche spielten wir uns mit einer Runde Rio-Samba warm.

Sacré Cœur sollte unser Ziel eigentliches sein, doch bis hoch zur Basilika sollten wir jetzt nicht noch einmal kommen. Der extrovertierte Betreiber (siehe Videos) des Café Le Ronsard am Place Saint-Pierre unterhalb der Basilika fing uns ab und bat uns inständig, vor dem Lokal zu spielen. Also legten wir los und spielten abwechselnd Afro- und Samba-Sets. Die Menschen blieben stehen, tanzten und hatten mindestens so viel Spaß wie wir.

In den Pausen versorgte uns unser neuer Freund mit Getränken und kleinen Snacks. Einigen von uns malte er die französische Flagge auf Stirn oder Wange, stibitzte einer unserer Trommlerinnen ihre schwarz-rot-goldene Blumenkette – Deutschland spielte gegen Ghana – und hing sie sich um den Hals.

 

Afro-Set



Samba-Set


Die Samba-Party dauerte bis ca. 1 Uhr. Der Polizei lag das Wohl der Anwohner am Herzen und bat uns freundlich darum, unsere Straßensession zu beenden.